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123med GmbH Samen, Spermien,TESE, Eizellen Fruchbarkeit Kryo-konservieren
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Kryokonservierung

 

Die Fertilität ist in vielen Ländern Europas seit den späten 1960er Jahren drastisch gesunken. In Deutschland ist die Geburtenrate heute mit etwa 1,4 Kindern je Frau besonders niedrig (Bernardi et al 2012, 19). Deutschland gehört damit zu den Ländern mit einem niedrigen Geburtenniveau.[1] Mit dem Geburtenrückgang hat sich auch das Familienbild geändert: Familien mit mehr als zwei Kindern gibt es nur noch wenige. Zudem wird der Kinderwunsch zunehmend später realisiert, indem die Kinderlosigkeit bis zu einem bestimmten Alter gewollt ist oder damit begründet ist, dass ein fester Lebenspartner erst spät ins Leben tritt. Doch oft wird so aus einer zunächst gewollten Kinderlosigkeit eine ungewollte Kinderlosigkeit bzw. eine 1-Kind-Familie, obwohl eine Familie mit einem oder mehreren Kindern geplant gewesen ist.

Hier kann die Reproduktionsmedizin Hilfestellung leisten. Bei vielen reproduktionsmedizinischen Maßnahmen müssen Keimzellen eigefroren werden. Diesen Vorgang nennt man Kryokonservierung.

 

 

Der Wald- oder Eisfrosch macht es uns vor: Sinkt die Temperatur auf unter minus 7 Grad, gefriert er. Sein Herz steht still und ein EEG würde in diesem Fall gradlinig verlaufen. Steigt die Temperatur wieder, beginnt das Herz des Frosches wieder zu schlagen.

Dieses Phänomen, das Forscherinnen und Forscher in der Natur beobachteten, wandten sie für menschliche medizinische Zwecke an: Die Kryokonservierung wurde geboren.

Unter Kryokonservierung versteht man einen Vorgang, Zellen oder Gewebe zu medizinischen Zwecken bei einer Temperatur von minus 196 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff einzufrieren.

Eingefroren werden können Spermien, Ezizellen, Hodengewebe und Ovargewebe.

Gefrorene Zellen altern nicht. Das bedeutet, dass sie auf unbestimmte Zeit gelagert und nach Bedarf wieder aufgetaut werden können.

Die Kryokonservierung kann unterschiedlich motiviert sein:

  1. im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung,

  2. als Prophylaxe vor gonadotoxischen Therapien wie einer Chemotherapie oder

  3. aus nichtmedizinischen Gründen („social freezing“).

 

[1] Der Rückgang der Geburtenraten in Niedrigfertilitätsländern wie Deutschland beruht auf zwei demografischen Phänomenen: dem Rückgang kinderreicher Familien und einem Anstieg der Kinderlosigkeit (Bujard und Lück 2015). Insbesondere Akademikerinnen bringen weniger Kinder auf die Welt als Nicht-Akademikerinnen. Im Jahr 2011 brachten 1000 Nichtakademikerinnen 243 Kinder mehr auf die Welt als ihre Altersgenossinnen (Bujard 2012).

 

 

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